Discussion:
"House Call" Online-Scan
(zu alt für eine Antwort)
Martin Krollmann
2010-06-29 16:32:24 UTC
Permalink
http://housecall.trendmicro.com/de/

verspricht, online den PC ganz, zum Teil oder auch Dateien
gründlich zu prüfen:

ZITAT:

"Durchsuchen Sie Ihren PC jetzt mit HouseCall 7.1!
HouseCall ist der beliebte und leistungsstarke Dienst von Trend
Micro™ zum Suchen und Entfernen von Viren, Trojanern, Würmern,
unerwünschten Browser-Plugins und anderer Malware.

HouseCall 7 verfügt über eine intuitiv nutzbare Oberfläche und
kann in kritischen Systembereichen schnelle Suchen nach aktiver
Malware durchführen. Durch die Unterstützung vom Trend Micro
Smart Protection Network™ wird sichergestellt, dass bei den
Suchen auch aktuelle Bedrohungen gefunden werden.

HouseCall 7.1 bietet im Vergleich zum kürzlich veröffentlichen
HouseCall 7.0 die Wahl zwischen einer vollständigen Systemsuche
und der Suche in ausgewählten Ordnern. Es unterstützt die
64-Bit-Versionen von Windows Vista™ und Windows™ 7.

HouseCall ermöglicht eine schnelle und einfache Suche nach
Bedrohungen, unabhängig vom Schutzstatus Ihrer vorhandenen
Sicherheitslösung. Weitere Informationen zu HouseCall finden Sie
in der PDF-Datei."



Ist das eine zusätzliche seriöse Wahl für Firewalls á la
Kaspersky, G-Data etc.?
Christian Schaas
2010-06-29 16:49:21 UTC
Permalink
Post by Martin Krollmann
http://housecall.trendmicro.com/de/
[...]
Post by Martin Krollmann
Ist das eine zusätzliche seriöse Wahl für Firewalls á la
Kaspersky, G-Data etc.?
Das Ding hat nix mit einer Firewall zu tun.
Es handelt sich hierbei (so wie ich das auffasse) einfach um
einen "Online-Scanner" von Trend Micro.

Sprich du lädts dir den Scanner runter und damit kannst du dann
deine Daten auf Schädlinge untersuchen (ich denke mal nicht löschen
desinfizieren, sonst würden die sich selbst ihr Geschäft zerstören).

Ich gehe davon aus, dass einfach die Virendatenbanken im Netz
genommen werden und du dann halt eine Liste mit gefundenen
Schädlingen, erhälst.

Meiner Meinung nach ist das höchstens eine Ergänzung zu einer
Sicherheitssoftware eines anderen Anbieter, wenn du davon ausgehst,
dass du eine Schädling hast aber die installierte Software nichts
finden kann.

Aber dieser Scanner stellt definitiv keine Alternative dar, da du
einfach nur einen On-Demand-Scanner hast und keinen Echtzeitschutz.
Also der Scanner findet nur Schädlinge, die bereits vorhanden sind,
kann diese aber nicht blocken / stoppen bevor sie aktiv werden.

Meine Empfehlung: Ergänzung oder "Notdurft", wenn man so verrückt
ist mit Windows-Systemen ohne Anti-Viren-Software zu surfen ;)

Gruß

Chris
Martin Krollmann
2010-06-29 18:54:16 UTC
Permalink
On Tue, 29 Jun 2010 18:49:21 +0200, Christian Schaas
Post by Christian Schaas
Post by Martin Krollmann
http://housecall.trendmicro.com/de/
[...]
Post by Martin Krollmann
Ist das eine zusätzliche seriöse Wahl für Firewalls á la
Kaspersky, G-Data etc.?
Das Ding hat nix mit einer Firewall zu tun.
Es handelt sich hierbei (so wie ich das auffasse) einfach um
einen "Online-Scanner" von Trend Micro.
Sprich du lädts dir den Scanner runter und damit kannst du dann
deine Daten auf Schädlinge untersuchen (ich denke mal nicht löschen
desinfizieren, sonst würden die sich selbst ihr Geschäft zerstören).
Ich gehe davon aus, dass einfach die Virendatenbanken im Netz
genommen werden und du dann halt eine Liste mit gefundenen
Schädlingen, erhälst.
Meiner Meinung nach ist das höchstens eine Ergänzung zu einer
Sicherheitssoftware eines anderen Anbieter, wenn du davon ausgehst,
dass du eine Schädling hast aber die installierte Software nichts
finden kann.
Aber dieser Scanner stellt definitiv keine Alternative dar, da du
einfach nur einen On-Demand-Scanner hast und keinen Echtzeitschutz.
Also der Scanner findet nur Schädlinge, die bereits vorhanden sind,
kann diese aber nicht blocken / stoppen bevor sie aktiv werden.
Meine Empfehlung: Ergänzung oder "Notdurft", wenn man so verrückt
ist mit Windows-Systemen ohne Anti-Viren-Software zu surfen ;)
Gruß
Chris
Wird nicht Linux ebenso angegriffen und die Nutzer ausgespäht?
Freilich weitaus weniger, da auch weniger Nutzer.

Nur: Wie funktioniert denn dort eine Firewall, ein Virenschutz?
Da setzt sich doch kein Mensch Monat für Monat hin, um kostenlos
für alle Linux-Anwender einen Schutz zu kreieren und permanent
zu updaten.
Christian Schaas
2010-06-29 20:28:18 UTC
Permalink
Post by Martin Krollmann
Wird nicht Linux ebenso angegriffen und die Nutzer ausgespäht?
Freilich weitaus weniger, da auch weniger Nutzer.
Zum einen hatte ich kein Wort von Linux geschrieben ;)
Zum anderen: klar ist Linux auch nicht 100%tig sicher, aber wie du
schon selbst geschrieben hast, es gibt nun mal einfach keine
Schadsoftware wie unter Windows, da es eben für Malware Progger
komplett uninteressant ist.

Wenn mal Linuxsysteme angegriffen werden, ist das meistens gezielt
und dagegen kannst du eh relativ wenig machen (Zumindes was den
Aufwand betrifft steht sowas als Privatanwender in keiner Relation
zum Nutzen). Klar es gibt IDS und SELinux aber ich denke, dass
gerade aufgrund der geringen Verbreitung sowas komplett übertrieben
ist auf dem heimischen PC und das sicherste ist noch immer mit
Bedacht surfen und nicht jeden Link anklicken den man findet.
Die meiste Schadsoftware kommt sowieso immer über Spam und Browser
rein und die "Lücken" hat man normalerweise (ich benutze Firefox)
sowohl unter Windows als auch unter Linux.
Post by Martin Krollmann
Nur: Wie funktioniert denn dort eine Firewall, ein Virenschutz?
Da setzt sich doch kein Mensch Monat für Monat hin, um kostenlos
für alle Linux-Anwender einen Schutz zu kreieren und permanent
zu updaten.
Virenschutz ist anhand der nicht vorhandenen, weil uninteressant,
wegen zu geringer Verbreitung, Schadsoftware nicht wirklich nötig.
Es gibt aber z.B. ClamAV womit du dann unter Linux nach den
Windows-Viren suchen kannst, lohnt sich z.B. bei einem Fileserver
der auch Windowskisten bedient. Zudem gibt es auch von Kaspersky
eine Antivirensoftware für Linux. (die ist aber teuer weil nur für
Business gedacht).

Eine Personalfirewall, wie sie z.B. in den ganzen Securitysuites
integriert ist, ist eigentlich komplett sinnfrei. Den einzigen
wirklichen Nutzen bringt die z.B. um "normale Programme nicht nach
Hause telefonieren zu lassen", da jedes "gute" Schadprogramm sowieso
Systemdienste oder Browserschnittstellen verwendet um mit der
Aussenwelt zu kommunizieren und jeder Browser ist eigentlich (weil
man ja auch ins Internet will) in der Personalfirewall freigegeben.

Die Personalfirewall könnte höchstens noch von aussen schützen, wenn
man z.B. über UMTS oder direkt per Modem ins Internet geht, da aber
in 99% der Fällen ein Router vor dem heimischen Netzwerk hängt ist
das unnötig, da dieser sowieso im Normalfall bessere Arbeit leistet.

Gruß

Chris
Josef M. Werner
2010-06-29 23:54:42 UTC
Permalink
Post by Christian Schaas
Post by Martin Krollmann
Wird nicht Linux ebenso angegriffen und die Nutzer ausgespäht?
Freilich weitaus weniger, da auch weniger Nutzer.
Zum einen hatte ich kein Wort von Linux geschrieben ;)
Zum anderen: klar ist Linux auch nicht 100%tig sicher, aber wie du
schon selbst geschrieben hast, es gibt nun mal einfach keine
Schadsoftware wie unter Windows, da es eben für Malware Progger
komplett uninteressant ist.
Falsch, siehe »Symantec AntiVirus für Linux«. *Die* lassen wirklich
nichts aus.
--
Jo
Christian Schaas
2010-06-30 11:21:48 UTC
Permalink
Post by Josef M. Werner
Post by Christian Schaas
Zum einen hatte ich kein Wort von Linux geschrieben ;)
Zum anderen: klar ist Linux auch nicht 100%tig sicher, aber wie du
schon selbst geschrieben hast, es gibt nun mal einfach keine
Schadsoftware wie unter Windows, da es eben für Malware Progger
komplett uninteressant ist.
Falsch, siehe »Symantec AntiVirus für Linux«. *Die* lassen wirklich
nichts aus.
Es gibt auch von Kaspersky Antiviren-Software für Linux, die suchen
allerdings beide auch nur nach den Windowsviren.

Gruß
Josef M. Werner
2010-06-30 16:01:18 UTC
Permalink
Post by Christian Schaas
Post by Josef M. Werner
Post by Christian Schaas
Zum einen hatte ich kein Wort von Linux geschrieben ;)
Zum anderen: klar ist Linux auch nicht 100%tig sicher, aber wie du
schon selbst geschrieben hast, es gibt nun mal einfach keine
Schadsoftware wie unter Windows, da es eben für Malware Progger
komplett uninteressant ist.
Falsch, siehe »Symantec AntiVirus für Linux«. *Die* lassen wirklich
nichts aus.
Es gibt auch von Kaspersky Antiviren-Software für Linux, die suchen
allerdings beide auch nur nach den Windowsviren.
Und jetzt betrachte meine Aussage unter Berücksichtigung der guten,
alten amerikanischen Businessdoktrin: Wenn du ein Produkt anbietest, an
dem kein Bedarf besteht, musst du den Bedarf wecken.

Ohne Malware würde es diese obskuren "Security"-Verramscher schon lange
nicht mehr geben. Wer sorgt also im ureigensten Interesse für ständigen
Nachschub? Wer lebt hervorragend von der permanenten Verunsicherung der
Anwender, die sich nicht hauptsächlich mit dem Computer befassen,
sondern nur damit arbeiten oder sich damit unterhalten wollen?

Mit der Sicherheit am Rechner ist es wie im realen Leben auch:
Verlassen kann man sich nur auf sich selbst, folglich ist Lernen
angesagt, wenn man ohne mulmiges Gefühl vorm Monitor sitzen will.
--
Jo
Ralph Angenendt
2010-06-30 17:04:49 UTC
Permalink
Post by Josef M. Werner
Ohne Malware würde es diese obskuren "Security"-Verramscher schon lange
nicht mehr geben. Wer sorgt also im ureigensten Interesse für ständigen
Nachschub? Wer lebt hervorragend von der permanenten Verunsicherung der
Anwender, die sich nicht hauptsächlich mit dem Computer befassen,
sondern nur damit arbeiten oder sich damit unterhalten wollen?
Na, auf den Nachweis bin ich jetzt ja mal gespannt.

Ralph
--
You'll have to wait til yesterday is here

Nicht schreiben können: http://lestighaniker.de/
Josef M. Werner
2010-06-30 18:33:04 UTC
Permalink
Post by Ralph Angenendt
Post by Josef M. Werner
Ohne Malware würde es diese obskuren "Security"-Verramscher schon lange
nicht mehr geben. Wer sorgt also im ureigensten Interesse für ständigen
Nachschub? Wer lebt hervorragend von der permanenten Verunsicherung der
Anwender, die sich nicht hauptsächlich mit dem Computer befassen,
sondern nur damit arbeiten oder sich damit unterhalten wollen?
Na, auf den Nachweis bin ich jetzt ja mal gespannt.
Seneca: »Wem das Verbrechen nützt, der hat es begangen.«
--
Jo
Ralph Angenendt
2010-06-30 19:18:59 UTC
Permalink
Post by Josef M. Werner
Post by Ralph Angenendt
Post by Josef M. Werner
Ohne Malware würde es diese obskuren "Security"-Verramscher schon lange
nicht mehr geben. Wer sorgt also im ureigensten Interesse für ständigen
Nachschub? Wer lebt hervorragend von der permanenten Verunsicherung der
Anwender, die sich nicht hauptsächlich mit dem Computer befassen,
sondern nur damit arbeiten oder sich damit unterhalten wollen?
Na, auf den Nachweis bin ich jetzt ja mal gespannt.
Seneca: »Wem das Verbrechen nützt, der hat es begangen.«
Achso. Du wolltest auch nur mal was sagen.

Ralph
--
You'll have to wait til yesterday is here

Nicht schreiben können: http://lestighaniker.de/
Josef M. Werner
2010-06-30 21:40:11 UTC
Permalink
Post by Ralph Angenendt
Post by Josef M. Werner
Post by Ralph Angenendt
Post by Josef M. Werner
Ohne Malware würde es diese obskuren "Security"-Verramscher schon lange
nicht mehr geben. Wer sorgt also im ureigensten Interesse für ständigen
Nachschub? Wer lebt hervorragend von der permanenten Verunsicherung der
Anwender, die sich nicht hauptsächlich mit dem Computer befassen,
sondern nur damit arbeiten oder sich damit unterhalten wollen?
Na, auf den Nachweis bin ich jetzt ja mal gespannt.
Seneca: »Wem das Verbrechen nützt, der hat es begangen.«
Achso. Du wolltest auch nur mal was sagen.
Was soll man jemandem sagen, bei dem die Evolution schon den
Rückwärtsgang eingelegt hat? :-p
--
Jo
Ansgar -59cobalt- Wiechers
2010-06-30 22:24:14 UTC
Permalink
Post by Josef M. Werner
Post by Ralph Angenendt
Post by Josef M. Werner
Seneca: »Wem das Verbrechen nützt, der hat es begangen.«
Achso. Du wolltest auch nur mal was sagen.
Was soll man jemandem sagen, bei dem die Evolution schon den
Rückwärtsgang eingelegt hat? :-p
*plonk*

cu
59cobalt
--
"All vulnerabilities deserve a public fear period prior to patches
becoming available."
--Jason Coombs on Bugtraq
Josef M. Werner
2010-07-01 03:09:53 UTC
Permalink
Post by Ansgar -59cobalt- Wiechers
Post by Josef M. Werner
Was soll man jemandem sagen, bei dem die Evolution schon den
Rückwärtsgang eingelegt hat? :-p
*plonk*
cu
59cobalt
^^^^^^^^

Bitte nicht drängeln!
--
Jo
Ralph Angenendt
2010-07-01 09:42:42 UTC
Permalink
Post by Josef M. Werner
Post by Ralph Angenendt
Post by Josef M. Werner
Post by Ralph Angenendt
Post by Josef M. Werner
Ohne Malware würde es diese obskuren "Security"-Verramscher schon lange
nicht mehr geben. Wer sorgt also im ureigensten Interesse für ständigen
Nachschub? Wer lebt hervorragend von der permanenten Verunsicherung der
Anwender, die sich nicht hauptsächlich mit dem Computer befassen,
sondern nur damit arbeiten oder sich damit unterhalten wollen?
Na, auf den Nachweis bin ich jetzt ja mal gespannt.
Seneca: »Wem das Verbrechen nützt, der hat es begangen.«
Achso. Du wolltest auch nur mal was sagen.
Was soll man jemandem sagen, bei dem die Evolution schon den
Rückwärtsgang eingelegt hat? :-p
Na ja, wenn du schon merkst, dass ich doof bin, dann kannst du das ja so
machen, indem du mir Beispiele zeigst, die deine Aussage bestätigen.
Also irgendwelche verlässliche Quellen beibringen, z.B. Zeitungsartikel,
Untersuchungsverfahren usw. Dann habe ich genügend Zeit, mir das
anzugucken, und du musst nicht warten, bis ich deine - ob deiner
wertvollen Zeit natürlich knapp gehaltenen - Aussagen verstanden habe.

Mach mal.

Ralph
--
You'll have to wait til yesterday is here

Nicht schreiben können: http://lestighaniker.de/
Josef M. Werner
2010-07-01 12:31:43 UTC
Permalink
Post by Ralph Angenendt
Post by Josef M. Werner
Post by Ralph Angenendt
Post by Josef M. Werner
Post by Ralph Angenendt
Post by Josef M. Werner
Ohne Malware würde es diese obskuren "Security"-Verramscher schon lange
nicht mehr geben. Wer sorgt also im ureigensten Interesse für ständigen
Nachschub? Wer lebt hervorragend von der permanenten Verunsicherung der
Anwender, die sich nicht hauptsächlich mit dem Computer befassen,
sondern nur damit arbeiten oder sich damit unterhalten wollen?
Na, auf den Nachweis bin ich jetzt ja mal gespannt.
Seneca: »Wem das Verbrechen nützt, der hat es begangen.«
Achso. Du wolltest auch nur mal was sagen.
Was soll man jemandem sagen, bei dem die Evolution schon den
Rückwärtsgang eingelegt hat? :-p
Na ja, wenn du schon merkst, dass ich doof bin, dann kannst du das ja so
machen, indem du mir Beispiele zeigst, die deine Aussage bestätigen.
Also irgendwelche verlässliche Quellen beibringen, z.B. Zeitungsartikel,
Untersuchungsverfahren usw. Dann habe ich genügend Zeit, mir das
anzugucken, und du musst nicht warten, bis ich deine - ob deiner
wertvollen Zeit natürlich knapp gehaltenen - Aussagen verstanden habe.
Du begreifst es immer noch nicht: Ich habe ganz bewußt zwei _Fragen_
gestellt (die sich jeder selbst beantworten kann).

Natürlich kann ich die für mich naheliegenden Antworten nicht beweisen
und ohne Beweis werde ich keine Behauptungen veröffentlichen, die mir
alle möglichen Klagen einbringen können.

Hättest du nachgedacht, bevor du deine hochnäsige Randbemerkung
losgelassen hast, wäre dir meine Retourkutsche erspart geblieben.

Zum eigentlichen Thema: Ich glaube halt nicht an die bösen
Heinzelmännchen, die unbezahlt tagtäglich neue Schädlinge in die
Windowswelt schicken und damit die Geschäftsgrundlage für ihre Gegner
liefern.

Und in einem Punkt sind wir uns wahrscheinlich sogar einig:
Vor wirklich kriminellen Profis schützt der ganze 20-50,--
€-Security-Kram sicher nicht.
--
Jo
Ralph Angenendt
2010-07-01 15:08:58 UTC
Permalink
Post by Josef M. Werner
Du begreifst es immer noch nicht: Ich habe ganz bewußt zwei _Fragen_
gestellt (die sich jeder selbst beantworten kann).
ITYM Suggestivfragen.
Post by Josef M. Werner
Natürlich kann ich die für mich naheliegenden Antworten nicht beweisen
und ohne Beweis werde ich keine Behauptungen veröffentlichen, die mir
alle möglichen Klagen einbringen können.
Wie ich sagte: Du wolltest also nur mal was sagen.
Post by Josef M. Werner
Hättest du nachgedacht, bevor du deine hochnäsige Randbemerkung
losgelassen hast, wäre dir meine Retourkutsche erspart geblieben.
Ja, das war schon sehr hart für mich.
Post by Josef M. Werner
Zum eigentlichen Thema: Ich glaube halt nicht an die bösen
Heinzelmännchen, die unbezahlt tagtäglich neue Schädlinge in die
Windowswelt schicken und damit die Geschäftsgrundlage für ihre Gegner
liefern.
In deiner Welt gibt es also niemanden, der Kontendaten,
Kreditkartendaten und ähnliches zur Selbstbereicherung im vorbeigehen
abgreift und nebenbei deinen Rechner in einen Teil seines Botnetzes
integriert? Wie kommst du auf die Idee, dass die auch nur irgendwie
unbezahlt sind?

Sondern nur die bösen Antivirenhersteller, die laufend neue
Viren in die Welt bringen, damit sie ihren Kram verkaufen?
Post by Josef M. Werner
Vor wirklich kriminellen Profis schützt der ganze 20-50,--
€-Security-Kram sicher nicht.
Nur wird der Normalnutzer vom Profi halt im "drive-by" abgezockt, da
zählt nur die Masse und nicht die Qualität.

Ralph
--
You'll have to wait til yesterday is here

Nicht schreiben können: http://lestighaniker.de/
Josef M. Werner
2010-07-01 18:30:57 UTC
Permalink
Post by Ralph Angenendt
In deiner Welt gibt es also niemanden, der Kontendaten,
Kreditkartendaten und ähnliches zur Selbstbereicherung im vorbeigehen
abgreift und nebenbei deinen Rechner in einen Teil seines Botnetzes
integriert?
No na, aber wie groß ist deren Anteil am Gesamtaufkommen?
10 Prozent, 20 Prozent, mehr?
--
Jo
Juergen Ilse
2010-07-01 19:22:48 UTC
Permalink
Hallo,
Post by Josef M. Werner
Post by Ralph Angenendt
In deiner Welt gibt es also niemanden, der Kontendaten,
Kreditkartendaten und ähnliches zur Selbstbereicherung im vorbeigehen
abgreift und nebenbei deinen Rechner in einen Teil seines Botnetzes
integriert?
No na, aber wie groß ist deren Anteil am Gesamtaufkommen?
10 Prozent, 20 Prozent, mehr?
Rechnet man wirklich die mit ein, deren Interesse darin liegt, das eigene
Botnetz zu erweitern, duerfte die Quote heutzutage wohl eher bei >= 75%
liegen ... Die Vermietung von Botnetzen fuer DDoS, Spam-Runs, etc. soll
ein Riesengeschaeft sein ...

Tschuess,
Juergen Ilse (***@usenet-verwaltung.de)
--
Ein Domainname (auch wenn er Teil einer Mailadresse ist) ist nur ein Name,
nicht mehr und nicht weniger ...
Josef M. Werner
2010-07-02 07:08:21 UTC
Permalink
Post by Juergen Ilse
Hallo,
Post by Josef M. Werner
Post by Ralph Angenendt
In deiner Welt gibt es also niemanden, der Kontendaten,
Kreditkartendaten und ähnliches zur Selbstbereicherung im vorbeigehen
abgreift und nebenbei deinen Rechner in einen Teil seines Botnetzes
integriert?
No na, aber wie groß ist deren Anteil am Gesamtaufkommen?
10 Prozent, 20 Prozent, mehr?
Rechnet man wirklich die mit ein, deren Interesse darin liegt, das eigene
Botnetz zu erweitern, duerfte die Quote heutzutage wohl eher bei >= 75%
liegen ...
Doch so viel, das habe ich nicht erwartet. Danke für eine vernünftige
Information.
--
Jo
Juergen Ilse
2010-07-03 00:17:39 UTC
Permalink
Hallo,
Post by Josef M. Werner
Post by Juergen Ilse
Post by Josef M. Werner
Post by Ralph Angenendt
In deiner Welt gibt es also niemanden, der Kontendaten,
Kreditkartendaten und ähnliches zur Selbstbereicherung im vorbeigehen
abgreift und nebenbei deinen Rechner in einen Teil seines Botnetzes
integriert?
No na, aber wie groß ist deren Anteil am Gesamtaufkommen?
10 Prozent, 20 Prozent, mehr?
Rechnet man wirklich die mit ein, deren Interesse darin liegt, das eigene
Botnetz zu erweitern, duerfte die Quote heutzutage wohl eher bei >= 75%
liegen ...
Doch so viel, das habe ich nicht erwartet. Danke für eine vernünftige
Information.
Das ist nur eine unbewiesen Spekulation meinerseits, aber wenn ich mir
so manchen Schrott ansehee und Berichte ueber grosse Bot-Netze (teils
bestehend aus Millionen Rechnern), so komme ich zu dem Schluss, dass
ein erheblicher Teil der Schadsoftware in diese Richtung geht ...
Oftmals allerdings wohl als Kombination aus einem "Malware-Dropper",
der dann von bestimmten Webseiten Schadsoftware nachlaedt und instal-
liert: nicht nur, dass sich diese "nachgeladene Malware" von einer
Minute zur nachsten aendern kann (der selbe "Dropper" also fuer alle
moegliche verschiedene Malware verwendet werden kann), sondern es ist
ggfs. im Nachhinein auch nicht mehr feststellbar, welche Software denn
genau nachgeladen und installiert wurde ... Ein solches System dann
ohne komplette Neuinstallation wieder sicher zu reinigen ist nehezu
unmoeglich ...

Tschuess,
Juergen Ilse (***@usenet-verwaltung.de)
--
Ein Domainname (auch wenn er Teil einer Mailadresse ist) ist nur ein Name,
nicht mehr und nicht weniger ...
Ralph Angenendt
2010-07-01 21:12:29 UTC
Permalink
Post by Josef M. Werner
Post by Ralph Angenendt
In deiner Welt gibt es also niemanden, der Kontendaten,
Kreditkartendaten und ähnliches zur Selbstbereicherung im vorbeigehen
abgreift und nebenbei deinen Rechner in einen Teil seines Botnetzes
integriert?
No na, aber wie groß ist deren Anteil am Gesamtaufkommen?
10 Prozent, 20 Prozent, mehr?
Größer als die der Antivirensoftwarehersteller, die deinen PC
infizieren, damit sie ihre Software verkaufen können.

Aber: „Niemand irrt für sich allein. Er verbreitet seinen Unsinn auch
in seiner Umgebung.“

Ralph
--
You'll have to wait til yesterday is here

Nicht schreiben können: http://lestighaniker.de/
Juergen Ilse
2010-06-30 19:04:35 UTC
Permalink
Post by Josef M. Werner
Post by Christian Schaas
Post by Martin Krollmann
Wird nicht Linux ebenso angegriffen und die Nutzer ausgespäht?
Freilich weitaus weniger, da auch weniger Nutzer.
Da Linux-Systeme i.d.R. "vernueftiger" genutzt werden (nicht dauernd mit
Administrator-Rechten arbeiten, oftmals durch einen Admin betreut, der
weiss was er tut, statt vom "Hobby-Klicker zu Haus", ...), *koennen*
Linux-Rechner sicherer sein (Vorraussetzung: restriktive Konfiguration,
sinnvolles User-Verhalten, aktuell halten ds Systems, ...). Natuerlich
ginge das auch anders, aber oftmals ist es so (vermutlich auch, weil
Windows teils einen anderen N utzerkreis hat).
Post by Josef M. Werner
Post by Christian Schaas
Zum einen hatte ich kein Wort von Linux geschrieben ;)
Zum anderen: klar ist Linux auch nicht 100%tig sicher, aber wie du
schon selbst geschrieben hast, es gibt nun mal einfach keine
Schadsoftware wie unter Windows, da es eben für Malware Progger
komplett uninteressant ist.
Es hat auch schon Schadsoftware fuer Linux gegeben (und das auch schon
vor etlichen Jahren: Ein fuer RedHat-Systeme designter Wurm hatte eine
Kombination von Luecken in wuftpd und rpcd verwendet, um sich auszubreiten,
und er erreichte eine erschreckend hohe Verbreitung ...).
Post by Josef M. Werner
Falsch, siehe »Symantec AntiVirus für Linux«. *Die* lassen wirklich
nichts aus.
Das Ding ist AFAIK aber in erster Linie dafuer gedacht, um Windows-Viren
auf dem Linux-Fileserver oder Linux-Mailserver zu finden und auszusortieren,
bevor ein Windows-Client darauf zugreift ...

Tschuess,
Juergen Ilse (***@usenet-verwaltung.de)
--
Ein Domainname (auch wenn er Teil einer Mailadresse ist) ist nur ein Name,
nicht mehr und nicht weniger ...
Josef M. Werner
2010-06-30 21:44:39 UTC
Permalink
Post by Juergen Ilse
Post by Josef M. Werner
Falsch, siehe »Symantec AntiVirus für Linux«. *Die* lassen wirklich
nichts aus.
Das Ding ist AFAIK aber in erster Linie dafuer gedacht, um Windows-Viren
auf dem Linux-Fileserver oder Linux-Mailserver zu finden und auszusortieren,
bevor ein Windows-Client darauf zugreift ...
Eigentlich wollte ich zum Ausdruck bringen, dass der Symantec-Dreck die
Schadsoftware *ist*.
--
Jo
Juergen Ilse
2010-06-29 20:23:00 UTC
Permalink
Hallo,
Post by Christian Schaas
Post by Martin Krollmann
http://housecall.trendmicro.com/de/
Das Ding hat nix mit einer Firewall zu tun.
Es handelt sich hierbei (so wie ich das auffasse) einfach um
einen "Online-Scanner" von Trend Micro.
Sieht danach aus, ja.
Post by Christian Schaas
Meiner Meinung nach ist das höchstens eine Ergänzung zu einer
Sicherheitssoftware eines anderen Anbieter, wenn du davon ausgehst,
dass du eine Schädling hast aber die installierte Software nichts
finden kann.
Wenn das System bereits infiziert ist, sind alle Ergebnisse von
auf dem infizierten System ausgefuehrten Virenscnannern nicht mehr
wirklich zuverlaessig (voellig unabhaengig vom Hersteller).

Bei jedem wirklich neuen Schaedling vergeht bei *jedem* Hersteller eine
mehr oder weniger lange Zeit, waenrend der der Scanner "blind" fuer den
neuen Schaedling ist. Die Scanner niken den aktuellsten Schaedlingen
prinzipbedingt *immer* hinterher ... Und wenn das System erst einmal
infiziert ist: siehe oben ...
Post by Christian Schaas
Aber dieser Scanner stellt definitiv keine Alternative dar, da du
einfach nur einen On-Demand-Scanner hast und keinen Echtzeitschutz.
"Echtzeitschutz" ist im Endeffekt (bei sicherheitsbewusstem Umgang
mit dem Rechner) nur eine verbreitete MEthode, um die CPU zu beschaef-
tigen, Waerem zu produzieren und den Rechner auszubremsen ...
Post by Christian Schaas
Meine Empfehlung: Ergänzung oder "Notdurft", wenn man so verrückt
ist mit Windows-Systemen ohne Anti-Viren-Software zu surfen ;)
Bei vernuenftigem Umgang mit dem Rechner ist die Gefahr ohne instal-
lierten Virenscanner nicht wesentlich hoeher als mit einem solchen Ding.
Und wenn der Rechner erst infiziert ist, ist die fuer Laien einzig sinn-
volle MEthode einer "Rinigung" die NEuinstallation des Systems (die
Diskussion hatten wir doch vor kurzem erst).

Tschuess,
Juergen Ilse (***@usenet-verwaltung.de)
--
Ein Domainname (auch wenn er Teil einer Mailadresse ist) ist nur ein Name,
nicht mehr und nicht weniger ...
Christian Schaas
2010-06-29 20:38:55 UTC
Permalink
Post by Juergen Ilse
Post by Christian Schaas
Meiner Meinung nach ist das höchstens eine Ergänzung zu einer
Sicherheitssoftware eines anderen Anbieter, wenn du davon ausgehst,
dass du eine Schädling hast aber die installierte Software nichts
finden kann.
Wenn das System bereits infiziert ist, sind alle Ergebnisse von
auf dem infizierten System ausgefuehrten Virenscnannern nicht mehr
wirklich zuverlaessig (voellig unabhaengig vom Hersteller).
Da hast du leider Recht, aber meistens finden die Scanner dennoch
den Schädling.
Bei Kaspersky kannst du z.B. das Programm nicht abschalten oder
steuern bei default Einstellungen.
Stichwort "Externe Dienststeuerung"
Klar ist das auch wieder nicht 100%ig sicher und lässt sich sicher
irgendwie umgehen aber das ist dann schon nicht mehr trivial.
Post by Juergen Ilse
Bei jedem wirklich neuen Schaedling vergeht bei *jedem* Hersteller eine
mehr oder weniger lange Zeit, waenrend der der Scanner "blind" fuer den
neuen Schaedling ist. Die Scanner niken den aktuellsten Schaedlingen
prinzipbedingt *immer* hinterher ... Und wenn das System erst einmal
infiziert ist: siehe oben ...
Klar aber dafür gibt es ja auch heuristik und proaktive Verfahren um
eben auch Programmverhalten zu analysieren, wenn man das richtig
einstellt, bekommt man z.B. schon Meldungen wenn ein Prozess
versucht über einen anderen Prozess ins Netz zu kommen und das hilft
schon immens.

Natürlich können Laien damit leider nix anfangen, geschweige denn
richtige Entscheidungen treffen, was jetzt raus darf und was nicht.
Post by Juergen Ilse
Post by Christian Schaas
Aber dieser Scanner stellt definitiv keine Alternative dar, da du
einfach nur einen On-Demand-Scanner hast und keinen Echtzeitschutz.
"Echtzeitschutz" ist im Endeffekt (bei sicherheitsbewusstem Umgang
mit dem Rechner) nur eine verbreitete MEthode, um die CPU zu beschaef-
tigen, Waerem zu produzieren und den Rechner auszubremsen ...
Da muss ich jetzt wiedersprechen: Ich bin auch schon desöfteren über
einen Link (du kannst nunmal nicht wissen was sich wirklich hinter
einem Link verbirgt bis du nicht draufklickst) auf Seiten gekommen,
bei denen dann sofort mein Scanner anschlägt bevor das entsprechende
Objekt auf meiner Platte im Browser Cache landet und bei einem
Zero-Day-Exploit im Browser würde ohne "Echtzeitschutz" nix mehr helfen.
Post by Juergen Ilse
Post by Christian Schaas
Meine Empfehlung: Ergänzung oder "Notdurft", wenn man so verrückt
ist mit Windows-Systemen ohne Anti-Viren-Software zu surfen ;)
Bei vernuenftigem Umgang mit dem Rechner ist die Gefahr ohne instal-
lierten Virenscanner nicht wesentlich hoeher als mit einem solchen Ding.
Und wenn der Rechner erst infiziert ist, ist die fuer Laien einzig sinn-
volle MEthode einer "Rinigung" die NEuinstallation des Systems (die
Diskussion hatten wir doch vor kurzem erst).
Das die Gefahr ohne Virenscanner nicht wesentlich höher ist halte
ich für ziemlich naiv.
Ich sag mal so ein Virenscanner hilft auch nix bei unvernünftigen
Umgang, sprich: ich installiere Crack-XYZ -> oh man VS meckert ->
ausschalten, weil ich will jetzt den Crack haben......
Aber von vernünftigen Umgang ohne Virenscanner zu sprechen, ist ein
Widerspruch in sich, da wie z.B. siehe oberes Beispiel du kannst
einfach nicht alles kontrollieren.
Es reicht ja schon nur auf Seiten zu gehen die du kennst und dennoch
es kann auch mal eine Seite komprommitiert sein oder der
entsprechende DNS von dem Router deines Providers.
Dagegen kannst du nix machen mit "vernünftigen Umgang".
Post by Juergen Ilse
Tschuess,
Gruß auch :D
Juergen Ilse
2010-06-29 21:02:31 UTC
Permalink
Hallo,
Post by Christian Schaas
Post by Juergen Ilse
Wenn das System bereits infiziert ist, sind alle Ergebnisse von
auf dem infizierten System ausgefuehrten Virenscnannern nicht mehr
wirklich zuverlaessig (voellig unabhaengig vom Hersteller).
Da hast du leider Recht, aber meistens finden die Scanner dennoch
den Schädling.
... aber nicht immer ... Ausserdem gibt es auch des oefteren "Felalarme".
Wenn man also einen Scanner laufen laesst, weiss man hinterher ganz
genau, dass das System *vielleicht* sauber ist oder auch nicht ...
... und das voellig unabhaengig davon, ob der Scanner etwas gefunden hat.
;-)
Post by Christian Schaas
Bei Kaspersky kannst du z.B. das Programm nicht abschalten oder
steuern bei default Einstellungen.
Um einen kompromittierten Rechner zu reinigen, gibt es nur eine
sinnvolle Moeglichkeit: platt machen und neu aufsetzen. Der Versuch
einer anderen *sicher* *erfolgreichen* Reinigung kostet ein viel-
faches an Zeit und Aufwand wie das "platt machen und neu aufsetzen"
und erfordert darueber hinaus mindestens ein identisch aufgesetztes
System als Referenz, um Modifikationen des infizierten Systems durch
Vergleich der Systeme festzustellen. Der Aufwand ist riesig, und
ein Laie wird es niemals hinbekommen. Die "Rinigungsprogramme" der
Scanner-Hersteller koennen das System nicht zuverlaessig "bereinigen".
Post by Christian Schaas
Post by Juergen Ilse
Bei jedem wirklich neuen Schaedling vergeht bei *jedem* Hersteller eine
mehr oder weniger lange Zeit, waenrend der der Scanner "blind" fuer den
neuen Schaedling ist. Die Scanner niken den aktuellsten Schaedlingen
prinzipbedingt *immer* hinterher ... Und wenn das System erst einmal
infiziert ist: siehe oben ...
Klar aber dafür gibt es ja auch heuristik und proaktive Verfahren um
eben auch Programmverhalten zu analysieren, wenn man das richtig
einstellt,
Heuristiken erhoehen vor allem das Risiko von Fehlalarmen.
Fuer wirklich zuveralessige "Verhaltensanalyse" aller auf dem System
ausgefuehrten Software reicht die Rechenleistung der Systeme bei
weitem nicht aus. Es ist nur ein billiger Abklatsch, und selbst bei
vollstaendiger Verhaltensanalyse ist nicht sichergestellt, dass ein
Schadling damit gefunden wird. Die beurtilung, ob ein Programm "un-
erwuenschte Aktionen" durchfuehrt, ist i.a. ein "unberechenbares
Problem", man kann so etwas nur jeweils in Einzlfaellen entscheiden.
Post by Christian Schaas
bekommt man z.B. schon Meldungen wenn ein Prozess versucht über
einen anderen Prozess ins Netz zu kommen und das hilft schon immens.
Eine vollstaendige Analyse ist i.a. nicht moeglich.
Post by Christian Schaas
Natürlich können Laien damit leider nix anfangen, geschweige denn
richtige Entscheidungen treffen, was jetzt raus darf und was nicht.
Im allgemeinen Fall ist es fuer jeden unmoeglich, sicher zu beurteilen,
ob bestimmte Kommunikation mit dm NEtz erlaubt ist oder nicht, Es kann
z.B. mittels "DNS-Anfragen" mit der Aussenwelt kommuniziert werdn, und
es gibt in modernen Systemen mit IP-Stack hunderte von Moeglichkeiten
DNS-Abfragen auszuloesen ... Es gibt aber auch noch viel subtilere
Arten, ein "phone home" zu implementieren ...
Post by Christian Schaas
Post by Juergen Ilse
"Echtzeitschutz" ist im Endeffekt (bei sicherheitsbewusstem Umgang
mit dem Rechner) nur eine verbreitete MEthode, um die CPU zu beschaef-
tigen, Waerem zu produzieren und den Rechner auszubremsen ...
Da muss ich jetzt wiedersprechen: Ich bin auch schon desöfteren über
einen Link (du kannst nunmal nicht wissen was sich wirklich hinter
einem Link verbirgt bis du nicht draufklickst) auf Seiten gekommen,
bei denen dann sofort mein Scanner anschlägt bevor das entsprechende
Objekt auf meiner Platte im Browser Cache landet und bei einem
Zero-Day-Exploit im Browser würde ohne "Echtzeitschutz" nix mehr helfen.
Bei einem "Zero-Day exploit" hilft auch kein Virenscanner.
Post by Christian Schaas
Post by Juergen Ilse
Bei vernuenftigem Umgang mit dem Rechner ist die Gefahr ohne instal-
lierten Virenscanner nicht wesentlich hoeher als mit einem solchen Ding.
Und wenn der Rechner erst infiziert ist, ist die fuer Laien einzig sinn-
volle MEthode einer "Rinigung" die NEuinstallation des Systems (die
Diskussion hatten wir doch vor kurzem erst).
Das die Gefahr ohne Virenscanner nicht wesentlich höher ist halte
ich für ziemlich naiv.
Trotzdem ist die Aussage korrekt.
Post by Christian Schaas
Ich sag mal so ein Virenscanner hilft auch nix bei unvernünftigen
Umgang,
Die Software kann bestenfalls die durch unvernueftigen Umgang mit dem
Rechner ausgeloeste Kompromittierung verzoegern (dann ist es eben nicht
di erste Gelegenheit, die den Rechner infiziert sondern erst die zweite
oder dritte ...).
Post by Christian Schaas
sprich: ich installiere Crack-XYZ -> oh man VS meckert ->
ausschalten, weil ich will jetzt den Crack haben......
Das ist ein Paradebeispiel fuer eben jenen "unvernueftigen Umgang
mit dem Rechner" ...
Post by Christian Schaas
Aber von vernünftigen Umgang ohne Virenscanner zu sprechen, ist ein
Widerspruch in sich,
Nein.
Post by Christian Schaas
da wie z.B. siehe oberes Beispiel du kannst
einfach nicht alles kontrollieren.
Mit Vernuft aber mehr als es ein Virenscanner koennte, auf den sich
der User blind verlaesst. Das wichtigste ist uebrigens "zeitnahes
einspielen *aller* verfuegbaren Security-Updates" und "restriktive
Konfiguration des Rechners" sowie "von der vom System bereitgestellten
Rechtetrennung Gebrauch machen", sprich "nicht mit Admin-Rechten arbeiten".

Tschuess,
Juergen Ilse (***@usenet-verwaltung.de)
--
Ein Domainname (auch wenn er Teil einer Mailadresse ist) ist nur ein Name,
nicht mehr und nicht weniger ...
Stefan Kanthak
2010-06-30 13:21:21 UTC
Permalink
Post by Christian Schaas
Post by Juergen Ilse
Post by Christian Schaas
Meiner Meinung nach ist das höchstens eine Ergänzung zu einer
Sicherheitssoftware eines anderen Anbieter, wenn du davon ausgehst,
dass du eine Schädling hast aber die installierte Software nichts
finden kann.
Wenn das System bereits infiziert ist, sind alle Ergebnisse von
auf dem infizierten System ausgefuehrten Virenscnannern nicht mehr
wirklich zuverlaessig (voellig unabhaengig vom Hersteller).
Da hast du leider Recht, aber meistens finden die Scanner dennoch
den Schädling.
DEN Schaedling gibt's nicht.-)
Vielleicht finden sie einen, aber finden sie ALLE?
Der typische Benutzer, der den jahrelangen Einfluesterungen der Mafia
von AV-Herstellern und Medien erlegen ist, vertraut dummerweise diesem
Schlangenoel und gibt sich ggf. zufrieden, wenn der AV-Scanner einen
Schaedling findet und entfernt. Die anderen, noch verbliebenen sind
ihm dann wurscht!
Post by Christian Schaas
Bei Kaspersky kannst du z.B. das Programm nicht abschalten oder
steuern bei default Einstellungen.
Stichwort "Externe Dienststeuerung"
Klar ist das auch wieder nicht 100%ig sicher und lässt sich sicher
irgendwie umgehen aber das ist dann schon nicht mehr trivial.
Mit Administrator- oder SYSTEM-Rechten ist JEDES Programm abschaltbar
und jeder Schutz umgehbar!
Post by Christian Schaas
Post by Juergen Ilse
"Echtzeitschutz" ist im Endeffekt (bei sicherheitsbewusstem Umgang
mit dem Rechner) nur eine verbreitete MEthode, um die CPU zu beschaef-
tigen, Waerem zu produzieren und den Rechner auszubremsen ...
Da muss ich jetzt wiedersprechen: Ich bin auch schon desöfteren über
einen Link (du kannst nunmal nicht wissen was sich wirklich hinter
einem Link verbirgt bis du nicht draufklickst) auf Seiten gekommen,
bei denen dann sofort mein Scanner anschlägt bevor das entsprechende
Objekt auf meiner Platte im Browser Cache landet und bei einem
Zero-Day-Exploit im Browser würde ohne "Echtzeitschutz" nix mehr helfen.
Ein Zero-Day-Exploit IM Browser (Stichwort: Sandbox) oder IM x-beliebigen
Anwendungsprogramm ist fuer das Host-System unschaedlich, wenn der
Schaedling nicht aus dem Browser/Anwendungsprogramm ausbrechen kann.

PS: Zero-Day-Exploits sind auch AV-Scannern GAENZLICH unbekannt, sie
hiessen sonst nicht so!

Und selbst ein Ausbruch aus einer Sandbox verpufft wirkungslos, wenn
der ausbrochene Schaedling dank Massnahmen wie SAFER auf dem Host-System
NICHT ausgefuehrt werden kann.
Post by Christian Schaas
Post by Juergen Ilse
Post by Christian Schaas
Meine Empfehlung: Ergänzung oder "Notdurft", wenn man so verrückt
ist mit Windows-Systemen ohne Anti-Viren-Software zu surfen ;)
Bei vernuenftigem Umgang mit dem Rechner ist die Gefahr ohne instal-
lierten Virenscanner nicht wesentlich hoeher als mit einem solchen Ding.
Und wenn der Rechner erst infiziert ist, ist die fuer Laien einzig sinn-
volle MEthode einer "Rinigung" die NEuinstallation des Systems (die
Diskussion hatten wir doch vor kurzem erst).
Das die Gefahr ohne Virenscanner nicht wesentlich höher ist halte
ich für ziemlich naiv.
Nein!
Das Vertrauen in einen AV-Scanner ist NAIV!
Post by Christian Schaas
Ich sag mal so ein Virenscanner hilft auch nix bei unvernünftigen
Umgang, sprich: ich installiere Crack-XYZ -> oh man VS meckert ->
ausschalten, weil ich will jetzt den Crack haben......
Aber von vernünftigen Umgang ohne Virenscanner zu sprechen, ist ein
Widerspruch in sich, da wie z.B. siehe oberes Beispiel du kannst
einfach nicht alles kontrollieren.
Wer Schutzmassnahmen bewusst umgeht ist selber schuld.
Dazu zaehlt vor allem die primaere, seit 50 Jahren erprobte Schutz-
massnahme: gearbeitet wird NUR mit Benutzerrechten!
Post by Christian Schaas
Es reicht ja schon nur auf Seiten zu gehen die du kennst und dennoch
es kann auch mal eine Seite komprommitiert sein
Soll vorkommen. Stoert aber nicht. Oder fuehrst Du Code von "Seiten"
unbesehen aus?
Post by Christian Schaas
oder der
entsprechende DNS von dem Router deines Providers.
Dagegen kannst du nix machen mit "vernünftigen Umgang".
Doch, genau hier hilft vernuenftiger Umgang:

- kein "Arbeiten" mit administrativen Rechten;
- restriktive Konfiguration;
- Aktualisieren ALLER installierter Software.

Stefan
[
--
Die unaufgeforderte Zusendung werbender E-Mails verstoesst gegen §823
Abs. 1 sowie §1004 Abs. 1 BGB und begruendet Anspruch auf Unterlassung.
Beschluss des OLG Bamberg vom 12.05.2005 (AZ: 1 U 143/04)
Juergen Ilse
2010-06-29 20:14:37 UTC
Permalink
Hallo,
Post by Martin Krollmann
http://housecall.trendmicro.com/de/
verspricht, online den PC ganz, zum Teil oder auch Dateien
pruefeb kann man viel, was aber nicht zwingend heissen muss, dass etwas
sinnvolles dabei herauskommt ...
Post by Martin Krollmann
"Durchsuchen Sie Ihren PC jetzt mit HouseCall 7.1!
HouseCall ist der beliebte und leistungsstarke Dienst von Trend
Micro™ zum Suchen und Entfernen von Viren, Trojanern, Würmern,
unerwünschten Browser-Plugins und anderer Malware.
Da ein kompromittierter Rechner keine vertraunswuerdigen Ergebnisse
liefert, wuerde ein aus dem laufenden System heraus gestarteter Scanner
nur dann zuverlassig arbeiten, wenn das System nicht kompromittiert
ist. Keine allzu guten Vorraussetzungen fuer solche Software, um eine
Kompromittierung festzustellen ...
Post by Martin Krollmann
HouseCall 7 verfügt über eine intuitiv nutzbare Oberfläche und
kann in kritischen Systembereichen schnelle Suchen nach aktiver
Malware durchführen.
Wenn Malware aktiv ist, kann man sich auf Ergebnisse eines Virnscanners
noch weniger verlassen als sonst (und auch dann wuerden sie nur bedingt
zuverlaesig arbeiten). Das ist ein prinzipielles Manko, dass auf *alle*
aus dem laufenden System heraus gestarteten Virenscanner zutrifft.
Post by Martin Krollmann
Durch die Unterstützung vom Trend Micro Smart Protection Network™ wird
sichergestellt, dass bei den Suchen auch aktuelle Bedrohungen gefunden
werden.
IIRC war zu ZEiten von "Bugbear" Trendmicro einer der Hersteller, dessen
Produkte erst fast eine Woche nach dem ersten auftauchen des Schaedlings
wirklich passende Signaturen enthielten. Allerdings waren andere namhafte
Hersteller damals auch nicht unbedingt viel besser ...
Post by Martin Krollmann
Ist das eine zusätzliche seriöse Wahl für Firewalls á la
Kaspersky, G-Data etc.?
Es mag eine Alternative zu jenen Produkten sein, was ueber Seriositaet
solcher Software zu halten ist, solltst du dir anhand des weiter oben
geschriebenen selbst ueberlegen ...

Tschuess,
Juergen Ilse (***@usenet-verwaltung.de)
--
Ein Domainname (auch wenn er Teil einer Mailadresse ist) ist nur ein Name,
nicht mehr und nicht weniger ...
Stefan Kanthak
2010-07-09 18:07:14 UTC
Permalink
Post by Martin Krollmann
http://housecall.trendmicro.com/de/
verspricht, online den PC ganz, zum Teil oder auch Dateien
[ ZITAT: ]
Post by Martin Krollmann
Ist das eine zusätzliche seriöse Wahl für Firewalls á la
Kaspersky, G-Data etc.?
Serioes?
Diese "Sicherheits"-Software enthaelt (mal wieder) veraltete OpenSource-
Komponenten vom September 2008 mit mindestens 8 bekannten, laengst
geschlossenen Sicherheitsluecken!
Der Anbieter reagiert seit 10 Tagen nicht auf Nachfragen dazu.

Stefan

PS: Der ebenfalls von Trend Micro kostenlos angebotene "System Cleaner"
hat diese Luecken nicht, laeuft offline und auch unter WinPE.
[
--
Die unaufgeforderte Zusendung werbender E-Mails verstoesst gegen §823
Abs. 1 sowie §1004 Abs. 1 BGB und begruendet Anspruch auf Unterlassung.
Beschluss des OLG Bamberg vom 12.05.2005 (AZ: 1 U 143/04)
Loading...